28.6.26

Die moderne Schweiz kann also den Russen dankbar sein…

Die moderne Schweiz kann also den Russen dankbar sein…Zar Alexander I. Von Russland: Letztlich war es Alexander I., der über das Schicksal der Schweiz bestimmte, weil er der Vorsitzende der Koalition war. 


Vor 200 Jahren trafen sich die Siegermächte in Wien, um Europa nach den revolutionären Tumulten zu reorganisieren. Der Wiener Kongress hat auch den Beginn der Neutralität geprägt, mit der die Schweiz seither verbunden ist.


Als Vasallenstaat Frankreichs bekam die Schweiz die Nachwirkungen des napoleonischen Debakels 1814 voll zu spüren. Nun wurden die Weichen für die Zukunft Europas nicht mehr in Paris, sondern in Wien gestellt, wo sich die Siegermächte trafen.


Es stand viel auf dem Spiel. Es gab zwei Lager. Die Kantone der Eidgenossenschaft von 1798 wünschten eine Rückkehr zum ‚Ancien Régime‘, während die neuen Kantone ihre Macht erhalten wollten.


Frédéric-César de La Harpe, der ehemalige Hauslehrer des künftigen Zaren Alexander I., trat für die Erhaltung der Unabhängigkeit des Kantons Waadt ein, also für die Aufrechterhaltung der Schweiz mit ihren 22 Kantonen (die 19 Kantone, die aus der Mediationsakte hervorgingen, plus Neuenburg, Genf und Wallis).


De La Harpe ist zweifellos derjenige Schweizer, der die wichtigste Rolle in der Weltgeschichte ausgeübt hat. Niemals stand ein Schweizer den globalen Fragen und grossen Führern so nahe wie er. De La Harpe befand sich seit dem Eintreffen der Russen in Frankreich bis zum Ende des Wiener Kongresses dauernd im Kreis des Zaren.


Frédéric-César de la Harpe (* 6. April 1754 in Rolle; † 30.März 1838 in Lausanne), auch de Laharpe, war ein Schweizer Politiker der Helvetik und Erzieher des Zaren Alexander I. von Russland. Wikipedia  

Der Tag, an dem die Schweiz neutral wurde

Neutralität bedeutet, in einem Streit oder Konflikt keine Partei zu ergreifen.

Neutralität bedeutet, in einem Streit oder Konflikt keine Partei zu ergreifen, sich herauszuhalten und Unparteilichkeit zu wahren. Das Wort stammt vom lateinischen Begriff ne uter ab, was "keiner von beiden" bedeutet. 


Die internationale Anerkennung der immerwährenden Schweizer Neutralität geht offiziell auf den Wiener Kongress im Jahr 1815 zurück. Historische Wurzeln wie die Niederlage in der Schlacht bei Marignano (1515) und der Westfälische Friede (1648) legten bereits den Grundstein für die Abkehr der Eidgenossenschaft von grossen Machtkämpfen. 


Ein neutraler Staat (wie die Schweiz) beteiligt sich an keinen Kriegen anderer Länder und tritt keinen militärischen Bündnissen bei. Er darf keine Waffen an Konfliktparteien liefern. 


Die dauernde Neutralität ist ein Instrument der schweizerischen Aussen- und Sicherheitspolitik. Sie trägt bei zum Frieden und zur Sicherheit in Europa und jenseits der Grenzen Europas. Sie dient der Sicherung der Unabhängigkeit unseres Landes und der Unverletzlichkeit des Staatsgebiets. In Übereinstimmung mit dem Neutralitätsrechts nimmt die Schweiz nicht an Kriegen zwischen anderen Staaten teil.

Das Neutralitätsrecht, das in den Haager Abkommen vom 18. Oktober 1907 kodifiziert wurde, ist Teil des Völkergewohnheitsrechts. Es legt die Rechte und Pflichten eines neutralen Staates fest. Das wichtigste dieser Rechte ist die Unverletzlichkeit des Staatsgebiets. Zu den wichtigsten Pflichten eines neutralen Staates gehört es,

  • sich der Teilnahme an Kriegen zu enthalten
  • alle Kriegsparteien im Hinblick auf den privaten Export von Rüstungsgütern gleich zu behandeln
  • den Kriegsparteien keine militärische Unterstützung zur Verfügung zu stellen, bspw. Verbot von kriegsrelevanten Gütern aus staatseigenen Beständen oder Söldner
  • den Kriegsparteien sein Staatsgebiet nicht zur Verfügung zu stellen

Der Tag, an dem die Schweiz neutral wurde

https://www.eda.admin.ch/de/neutralitaet

Broschüre «Die Neutralität der Schweiz»PDF568.50 kB3. März 2022


27.6.26

Volksabstimmung vom 27. September 2026

Der Bundesrat hat entschieden, am 27. September 2026 zwei Vorlagen zur Abstimmung zu bringen.


1.   Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität (Neutralitätsinitiative)» (BBl 2026 799);


2.   Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser (Ernährungsinitiative)» (BBl 2026 800).

Resultate der eidgenössischen Volksabstimmung vom 14.Juni 2026

1.Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)»

Endresultat, 23. Juni 2026 15:50

Resultat

45,21% Ja

54,79% Nein

Annehmende Stände: 8 4/2

Ablehnende Stände: 12 2/2

Beteiligung

58,86%


2.Änderung des Bundesgesetzes über den zivilen Ersatzdienst (Zivildienstgesetz, ZDG)

Fakultatives Referendum

Endresultat, 23. Juni 2026 15:50

Resultat

52,46% Ja

47,54% Nein

Beteiligung

58,26%

8.6.26

Die hohe Zuwanderung vermindert den BIP-pro-Kopf und löst keine AHV Probleme

Wahrnehmungen und Fakten zur Zuwanderung (IWP Studie):

In den letzten 10 Jahren betrug die Nettozuwanderung pro Jahr durchschnittlich 60000 Personen. Davon sind etwa 15 % aufgenommene Asylanten und 66 % Zugewanderte aus der EU im Rahmen des Freizügigkeitsabkommens.


Das Wirtschaftswachstum war in den letzten Jahren trotz hoher Zuwanderung bescheiden: BIP-pro-Kopf-Wachstum jährlich um 0.09 bis 0.15 Prozentpunkte. Das ist sehr wenig.


Mehr Zuwanderung führt nicht zu weniger Fachkräftemangel. Trotz hoher Zuwanderung hatten Firmen angeblich noch nie grössere Mühe, Fachkräfte zu finden, als heute.


Die künftig erwartete Finanzierungslücke der AHV kann durch die Zuwanderung nicht behoben werden. Für die Sanierung der AHV sind strukturelle Reformen nötig.


Berechnungen zeigen, dass die Schweiz im Jahr 2050 11 Millionen Einwohner und im Jahr 2100 16 Millionen Einwohner bräuchte, um die AHV im Lot zu halten. Auch nach 2100 müsste das Wachstum weitergehen, damit die AHV finanziell im Lot bleibt.

Wahrnehmungen und Fakten zur Zuwanderung